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24.02.2018 14:30 Alter: 146 days

Die Klinge des Schicksals

- DETAILS zur Welt


Und noch ein paar Kleinigkeiten zu Nankān, bevor ich eine Leseprobe ausgebe - auch wenn der Roman bereits überall im Handel zu finden ist, wie es aussieht. Und das vor dem 1. März. :D

 

Weltenbau ist bei mir stets der Grundstock für einen Roman, wie man an der Landkarte erkennen kann. Um nicht zu sehr mit Details zu langweilen, nur ein kleiner zweiter Blick darauf.

Die Leeren Inseln sind Inseln, die an sich grün und fruchtbar aussehen, aber es wächst nichts, was von außen gebracht wird, in dieser Erde. Und was es dort gibt, reicht nicht aus, um Menschen und Vieh zu ernähren beziehungsweise ist ungenießbar oder giftig. Die Vegetation ist mit jener auf Yarkin nicht zu vergleichen. Die Siedler, die dennoch versuchten, sich ein Leben aufzubauen, starben an rätselhaften Krankheiten, bis man die Besiedlung aufgab. Verlockend sind die vielen Bodenschätze, die gefährlich abzubauen sind. Einige Mutige ankern vor den Inseln und gehen zum Graben an Land, aber auch das fordert immens viele Tote. Es gibt nur zwei Kapitäne und ihre Mannschaft, die das wagen. Alles, was von dort an Schätzen geschürft und gewonnen wird, verkauft sich für horrend viel Geld. Ähnlich verlockend sind die reiche Fischgründe ringsherum, doch zwischen den Inseln entstehen bei Ebbe scharfe, üble Riffe, die Schiffe spielend zerlegen. Manche besonders schmackhafte oder außergewöhnliche Fische werden dort gefangen und wie die Bodenschätze für unfassbar viel Geld veräußert.

Die Todesinseln werden nicht umsonst so genannt. Einschlüsse im Fels reagieren mit dem Wasser und bilden tödlichen Säurenebel, der alles Organische zersetzt, was sich dem Dunst zu lange aussetzt. Nur einige Male im Jahr, bei bestimmtem Wetter und gewissen Strömungen, kann man sie betreten, um einmaliges Gestein, kostbare Mineralien und derlei einzusammeln und wieder rasch zu verschwinden. Die Säureglocke hat auch Vorteile. Es werden Dinge auf den Inseln abgelegt, wie Scaber-Fleisch (Scaber, Monster, Erklärungen dauern zu lange...), Metall- und behandelte Leder- oder Keramikware, um sie nach Ablauf einer gewissen Zeit einzusammeln. Der ätzende Nebel veredelt sie auf einmalige Weise und macht solche Waren extrem teuer. Angeblich sind alle Todesinseln unbewohnbar.

Die Meere haben verschiedene Namen und Besonderheiten, wie die Bezeichnungen erahnen lassen. Wenn man ein paar Begriffe & Namen im Netz sucht, wird man tatsächlich fündig, welche Sprachen dabei Pate standen. Mit genug Ausdauer. ;) Mhuir Amant – das Meer der Sanften Wellen Thengr BoGhafrois – Ozean der Tausend Farben Darja Ravcina - Rostmeer H'Ainn Njishou – Tückisches Wasser Dvacara - Zweigesicht Arna Mhauta - Jenseitswogen

Ein, zwei Sätze zur Religion, weil auch sie wichtig für eine erdachte Welt ist. Die Alteingesessenen glauben an den EINEN, der über allen wacht, ein Schöpfergott, der sich bei Bedarf und Zuständigkeit aufspalten kann, in Heilung, Friede, Krieg, Fruchtbarkeit und den Wütenden, der die Lebenden prüft. Sein Hauptname ist Deiwos, es wird ihm geopfert, und im Allgemeinen hat er keinen großen Einfluss auf das tägliche Leben und die Politik. Die Zugezogenen und vor der Wildnis geflüchteten brachten neuen Glauben mit. Es gibt den Gott für Kampf, Krieg, Mut, Männlichkeit namens Thýain. Dann ist da die Göttin für Friede, Weisheit, Fruchtbarkeit, Weiblichkeit namens Thýguda. Und das Es für Hass, Wut, Verrat namens Ansis, das für alles Schlechte steht. Die Zugezogenen wollen missionieren, aber den Altreichen sind die neuen Götter egal. Genau das sehen die Zugezogenen als Grund, weswegen der Wald vorrückt. Die Götter verlangten mehr Aufmerksamkeit, um den Menschen beizustehen. Die Altreiche sehen es exakt umgekehrt: Die Zugezogenen haben den Gott verärgert, und er will sie alle strafen, und so brachte er das Unheil über den Kontinent, um seine Macht zu zeigen und Respekt zu erhalten. Das macht das Miteinander nicht eben einfacher...

 Hier mal eine Landkarte und ein kleiner Vorgeschmack auf die Welt von DIE KLINGE DES SCHICKSALS.

Nankān, die Halbinsel und Ort der Handlung, spielte in der Geschichte des Kontinents Yarkin niemals eine große Rolle. Erst als der Wald sich in all seinen fürchterlichen Formen und mit seinen Kreaturen ausbreitete und es sich herausstellte, dass es kein Mittel gegen ihn gibt, flüchteten die Menschen. Sie mussten dort hin, wo der Wald noch nicht wucherte: ausgerechnet auf das einst verlachte Nankān, das Anhängsel des Kontinents, über deren Einwohner man die derbsten Witze machte.

So schnell ändern sich die Gegebenheiten.

Schauen wir doch auf ein, zwei Länder, zum Beispiel das Königreich Lygäion.

Es hat einen König und eine Königin, die nicht miteinander verheiratet sein oder überhaupt etwas miteinander zu tun haben müssen. Der König herrscht traditionell über den Norden, die Königin über den Süden. Somit sind unterschiedliche Gesetze in Norden und Süden durchaus möglich. Die Entscheidungen für Lygäion werden gemeinsam getroffen und einstimmig gefällt.

Oder das Irrsal. Wie es der Name vermuten lässt, gibt es keinen König oder einen Herrscher, der alles kontrolliert. Manche Landstriche unterliegen Chaos und Anarchie, einige haben ihre eigenen Gottesstaaten ausgerufen, dann wiederum gibt es sogenannte Königreiche, Baronien und Grafschaften, allerdings meistens von falschen Adligen und Hochstaplern gegründet, die eine reine Willkürherrschaft führen. Bandenbildung ist an der Tagesordnung, und es finden sich immer wieder körperlich und geistig veränderte Menschen, die rätselhafte Wunder wirken können. Alles in allem ist es eine sehr instabile Zone, die einst viel größer war und von den anderen Reichen auf Nankān als Puffer angesehen wird. Aber der Wald dringt gnadenlos vor. Die größten und bedeutungsvollsten Städte sind Merirosvo, Taivasburg, Dornenfeste und Parnica. Aber leben wollte ich dort nicht…

Dann gibt es Besonderheiten wie Ebos. Die Herren der Insel, äußerlich zumindest normale Menschen, leben für ihre riesigen Crocodyle, von denen manche sagen, es wären Drachen ohne Flügel. Sie hegen und pflegen die Tiere, doch warum, das weiß keiner so genau. Niemand darf die Insel betreten. Die Herren von Ebos bieten Fährfahrten über den See an, kein Schiff ist schneller, denn ihre Boote werden von den tauchenden Echsen gezogen. Wenn die Crocodyle, auch Djidis genannt, Fischerboote zerstört oder Seesiedlungen überfallen haben, erscheinen die Herren von Ebos bei den Hinterbliebenen und bezahlen fürstliche Entschädigungen. Jegliche Eroberungsversuche scheiterten an der magischen Abwehr - und den Riesencrocodylen.

Eines der rätselhaftesten Länder noch: Bairi Yar, das im Grunde nichts anders ist als ein meilenlanger Damm zwischen den beiden titanischen Salz- und Süßwasserseen im Landesinneren. Die Dammwächter erscheinen mit Masken, niemand weiß, wie sie aussehen oder wie viele in der gigantischen Mauer leben. Sollte das Bauwerk brechen oder größeren Schaden nehmen, bedeutete es das Ende für die Anrainer. Denn Salz- und Süßwasser würden sich mischen, die Fische sterben und die Länder drumherum ein gewaltiges Problem bekommen. Die Menschen wissen um die Wichtigkeit des Damms und bringen den Wächtern Gaben für ihre Aufsichtsdienste.

Zu den Ländern, Besonderheiten, Karten und Religionen gesellen sich weitere Details, wie Herrschaftsformen, Techniklevel, Monster, Magie, Waffen und und und... bis die Bühne für den Roman bereitet ist. Die Details machen es immer aus - und davon hat Nankān einige zu bieten. Viel Spaß damit!