Angor

Er zeigt sich in Form von großen, edlen Raubtieren oder riesenhaften, mächtigen, heldenhaften Kriegern.

Angor ist der Mächtige, der huldvoll Majestätische, der einem guten Kampf nicht aus dem Weg geht, wenn es sich um eine Herausforderung handelt - die in diesem Götterhimmel leider sehr begrenzt ist, weshalb er sich gerne mit einem der Zweiten Götter oder auch Menschen misst. Wenn Angor in Erscheinung tritt, tut er das sehr spektakulär mit strahlendem Licht, Donner und Blitz, Gesang und viel Gefolge, meistens Seelen von im Kampf Gefallenen oder die sich verdient gemacht haben. Unbeherrschtheit im Kampf oder sogar Blutrausch sind ihm zuwider. Er ist der kühle Stratege und Perfektionist in Sachen Waffenbeherrschung. Dabei darf aber der überhebliche, glänzende Protz nicht zu kurz kommen.

Die Menschen verehren ihn als Gott des Krieges und Kampfes, der Jagd, der Ehrenhaftigkeit und der Anständigkeit, weshalb die meisten Schwüre auf ihn geleistet werden.

Insgesamt existieren drei Orden. Der Orden der Hohen Schwerter, der Orden der Silbernen Äxte und Angors Söhne, sind auf Ulldart bekannt. Sie sind sich untereinander wohlgesonnen, leisten Zweikämpfe oder organisieren Massenturniere, um Angor mit ihren Künsten zu preisen. Stirbt einer der Ritter dabei, wird er in Angors Gefolge aufgenommen. Es können Frauen und Männer in die Orden eintreten, was aber wegen den brutalen, harten und kostspieligen Aufnahmeprüfungen für das weibliche Geschlecht eher Theorie bleibt. Die meisten der Ordensmitglieder sind sehr, sehr reich, besitzen eigene Burgen und Ländereien. Selten sind Ordensmitglieder in Scharmützeleinheiten zu finden, weil ihnen diese Kämpfe zu langweilig oder zu anspruchslos sind, um den Gott verherrlichen zu können. Ohne strahlende Rüstungen, mächtige Pferde, Knappen und bunte Wimpel ist für ein Ordensmitglied ein Kampf kein Kampf. So wird sich einer der Ritter im "Alltag" nur im äußersten Notfall selbst verteidigen, weil er es vorher als unter seiner Würde empfindet, wegen eines Räubers oder aufständischen Bauers zur Waffe zu greifen. Solche Gegner werden normalerweise von ihm mit Pfeil und Bogen, Armbrust oder Schleuder oder von seinen Knechten erlegt. Die meisten Ordensmitglieder sind aus diesem Grund sichere und gefürchtete Schützen. Das Verhältnis zu anderen Orden ist eher herablassend-freundlich.

Zu ihren Leibeigenen verhalten sie sich gemäß dem Ständesystem des jeweiligen Reiches. In der Politik Ulldarts spielen diese Exzentriker allerdings keine Rolle. Gerüchteweise sollen sie eine Invasion des Kaiserreichs Angor planen, was aber bei dessen Größe und militärischer Schlagkraft eine illusorische Sache bleiben wird.