Die UNABHÄNIGEN BARONIEN

Die Baronie JARZEWO

Sie hat sich Jahre 1 n.S. von Borasgotan abgespalten, als die Zeit der Verwirrungen nach dem Ende des Kriegsfürsten noch groß war und die sich neu formierenden Königreiche wenig Kontrolle über Land und Leute hatten. Die Baronie hat sich seitdem gut entwickelt und sich dank geschickter Heiratspolitik allen borasgotanischen Annexionsbestrebungen standhaft verweigert. Von den Bodenschätzen her ist es jedoch uninteressant, weshalb Borasgotan bisher von einer gewaltsamen Rückgliederung abgesehen hat.

Der derzeitige Baron ist mit der Nichte des Königs von Agarsien verheiratet. Es existiert kein ausgeprägtes Ständesystem mehr.

Die Baronie KASAN

Sie geht ursprünglich auf eines der Sinured'schen Kinder zurück. Baronin Eltra, vom Volk "Die Blutige" genannt, sicherte sich zusammen mit ihrem Bruder und einer Handvoll Getreuen im Jahre 1 n.S. das Gebiet, in dem ein reicher Schatz an Gold und Edelsteinen zu finden ist. Eine schnelle Heirat mit dem Prinz von Palestan sorgte als Garant für eine sichere Unabhängigkeit. Nach ihrem Tode folgte ihr Sohn, danach eine palestanische Kauffrau, die sich das Herz des Eltra-Sohnes erobert hatte. Seitdem sitzen nur Frauen auf dem Baronstuhl, den sie erfolgreich gegen borasgotanische, hustrabanische und tarpolische Ansprüche verteidigen. Diesen drei Königreichen hatte Eltra damals Land abgenommen.

Die Goldschmiede und Juweliere gelten als die besten auf ganz Ulldart. Die derzeitige Baronin ist mit dem Bruder des Königs von Palestan verheiratet. Es existiert kein ausgeprägtes Ständesystem mehr.

Die Baronie KOSTROMO

Sie entstand im Jahre 212 n.S. aus einem Aufstand der Minenarbeiter und Holzfäller, die sich gegen die geringe Bezahlung wehrten. Anführer des Aufstandes war Baron Sengac, als Held der einfachen Leute verehrt, aber vermutlich aus simplen machtpolitischen Motiven handelnd, der die hustrabanischen Truppen mehrfach schlug und in letzter Minute ein militärisches Bündnis mit Tarpol einging. Aus Angst vor einer tarpolischen Kriegserklärung und der daraus resultierenden Invasion, sicherte Hustraban der Baronie Unabhängigkeit zu.

Die derzeitige Baronin ist die Nichte des Königs von Tarpol. Sie pflegt ein Ständesystem wie Tarpol.

Die Großbaronie UCHOLOWO

Ursprünglich, nach der Abspaltung von Tarpol im Jahre 337 n.S., gehörte die Baronie Bijolomorsk noch zum Territorium dazu. Zur Lossagung der Großbaronie war es gekommen, als das Königreich Hustraban den Adligen größere Rechte im Falle eines Anschlusses versprochen hatte. Zwar versuchte Tarpol, das abspenstige Gebiet mit Gewalt zurückzuerobern, hustrabanische Truppen schlugen das Heer jedoch zurück. Auf Vermittlung Borasgotans hin einigten sich die beiden Königreiche, um einen Krieg zu vermeiden, auf einen Waffenstillstand und sagten dem umstrittenen Gebiet, damit die Kriegsgefahr effektiv  beseitigt war, Autonomie zu.

Im Jahre 396 n.S. spaltete sich die Baronie Ucholowo von der ehemaligen Großbaronie ab, das sich mit dem Königreich Tarpol wieder verbinden möchte. Unklar sind bisher die vertraglichen Modi, wie ein solcher Anschluss zu bewerkstelligen ist. Der derzeitige Baron ist mit der Nichte der Königin von Borasgotan verlobt. Er pflegt ein Ständesystem wie Tarpol.

Die Baronie BIJOLOMORSK

Sie hat sich im Jahre 396 n.S. von der Großbaronie abgespalten, um sich mit dem Mutterland Tarpol wieder zu vereinigen- natürlich nur, wenn das Mutterland gewisse Sonderkonditionen für die Gegend zusichert. Derzeit, 440 n.S., wurde gerade der 8. Vertrag ausgearbeitet, der bisher gute Chancen hat, von beiden Seiten anerkannt zu werden Ein ausgeprägtes Ständesystem existiert nicht mehr. Der derzeitige Baron ist mit einer Gräfin aus Aldoreel liiert- sehr zum Ärger Tarpols.

Die Baronie SERINKA

Die Baronie hat sich im Jahre 199 v.S. vom Königreich Aldoreel losgesagt, ist somit die älteste Baronie überhaupt und hat sogar die Dunkle Zeit leidlich überstanden. Die übrigen Nachbarn sagen, dass die Baronie mit Sinured kollaboriert hätte, deshalb von den grausamen Aktionen, die der Turīt in anderen Regionen durchführte, verschont geblieben wäre. Zwar hatte die Baronie nicht mit Sinured zusammengearbeitet, jedoch leistete sie keinen Widerstand, als das Land von den sinuredischen Truppen besetzt wurde.

Enge Bindungen ging man danach mit dem Königreich Serusien ein. Der  König heiratete 117 n.S. die Tochter des herrschenden Barons, setzte nach dessen Ableben seinen 2. Sohn als Baron ein. Der serusische Einfluss hielt sich bis in das Jahr 390 n.S., als der letzte Nachkomme des Königsohnes ohne Erbe starb und ein Graf aus der Baronie das Ruder übernahm. Dessen Cousine verheiratete sich 428 n.S. mit dem Kronprinz von Tersion, bahnte eine neue diplomatische Ära an- die Serusien mit Misstrauen beobachtet. Ist doch immerhin ein Großteil der Edelmänner in der Baronie aus Serusien, die nun um ihre Stellung, ihre Privilegien und ihren Einfluss bangen.

Es herrscht ein gemäßigtes Ständesystem ohne Leibeigene. Der derzeitige Baron ist unverheiratet und ohne Liaison.