Volksgruppen ohne festen Landbesitz

Die Ontarianer

Sie sollen  einem Land namens "Ontaris" entspringen, dessen Existenz niemand bislang in den Geschichtsbüchern Ulldarts ausfindig machen konnte. Andere Theorien gehen von einer versunkenen Insel an der Südküste vor Agarsien aus.

Sie haben sich im Laufe der Geschichte den Binnenhandel als Hauptbetätigungsfeld ausgesucht und sich dabei in erster Linie den Fernhandel zwischen den Königreichen erwählt. Es sind ziemlich gewiefte, kaufmännisch veranlagte Menschen mit Hang zum Theatralischen und Ausufernden. Wegen ihrer Begabung im Handeln und Feilschen wird ihnen vom normalen Volk eine gewisse telepathische Fähigkeit nachgesagt, mit der sie die Gedanken ihrer Partner erkennen und zu ihren Gunsten manipulieren könnten. Das normale Volk schützt sich gegen diese vermeintliche Gabe mit skurrilen Amuletten. Zu finden sind Ontarianer auf ganz Ulldart, meistens in Form von Handelsniederlassungen und Fuhrunternehmen, die sie mit eiserner Hand leiten. Gelegentlich führen sie auch Geschäfte mit exklusiven Gegenständen. Sie sind sehr sprachbegabt, reden Ulldart sowie alle gängigen Dialekte, Zeichensprache und verstehen sich oft aufs Lippenlesen, verstehen Jengor, Cerêlisch. Sie verehren Ulldrael sehr gemäßigt.

Die Jengorianer

Ihre Statur ist meist etwas kräftiger. Auffällig sind die mandelförmigen Augen und die wilden, absonderlichen Frisuren. Bekannt sind sie vor allem für ihre Wortkargheit und Einsilbigkeit. Die Nomaden bestreiten ihr Leben durch Viehhaltung, als Jäger oder Fischer und meiden die größeren Städte, wo sie nur können. Beliebt sind die Pelze, welche die Jengorianer aus den Tiefen der borasgotanischen Steppen, Tundren und Wäldern mitbringen. An Qualität sind diese den Waren anderer Jäger weit überlegen. Das einfache Volk sagt ihnen gestaltenwandlerische Fähigkeiten nach. Zu finden sind sie meist im Norden Borasgotans, sie sprechen Jengor und schlechtes borasgotanisches Ulldart. Ganz wenige verehren Ulldrael, einige Kalisstra. Die Mehrzahl hängt Geisterreligionen an.

Die K'Tar Tur, das Dunkle Volk

Sie gelten als die Abkömmlinge von Sinureds 21 Kindern, tragen nach dem Willen der Götter die "Blutsträhne" als Schandmal, damit sie jeder von den unbescholtenen Menschen unterscheidet und ihnen keiner vertrauen soll. Man erkennt sie sofort an ihren schlohweißen Haaren, abgesehen von der handbreiten, dunkelroten Strähne, die sogenannte "Blutsträhne", die auf der rechten Kopfhälfte ansetzt.

Da wenige Menschen etwas mit den K'Tar Tur zu tun haben wollen, auch was die Fortpflanzung angeht, sind missgestaltete oder verkrüppelte Abkömmlinge Sinureds nicht selten- der Preis für die Vermehrung mit Verwandten. Zwar sorgten Mischehen immer wieder für eine Auffrischung des Blutes, trotzdem kommen Missgeburten und Krüppel sehr häufig vor. Sie werden im Allgemeinen genauso liebevoll aufgezogen wie ihre gesunden Geschwister. K'Tar Tur gelten entweder als gefürchtete Söldner oder als noch mehr gehasste Räuber auf Ulldart, die durch ihre brutale, gewandte Kampfweise jedem herkömmlichen Krieger überlegen sind. In Wirklichkeit sind sie jedoch weitaus besser als ihr Ruf, fressen keine kleinen Kinder, reißen nicht jedem Fremden einhändig den Kopf von den Schultern und trinken  nicht das Blut ihrer Feinde. Wahr dagegen ist, dass sie eine eigene Art der Kampfkunst beherrschen, die innerhalb der Familie immer weitergegeben wird. Zu finden sind sie selten, aber überall, hauptsächlich jedoch im Westen und Süden des Reiches. Sie sprechen Ulldart, K'Tar Tur, manche ein bisschen Kensustrianisch, Söldnersprache und einzelne Monsterdialekte. Einige wandten sich Ulldrael zu, die meisten blieben jedoch Tzulan treu.

Die Cerêler

Sie sind kleinwüchsig, wirken unproportioniert, kindhaft und erreichen im Höchstfall die Größe eines Jugendlichen. Ihre Natur ist ruhig, normalerweise leben sie zurückgezogen, meist am Ende eines Dorfes oder bei hohen Herren, Kaufleuten und Adligen. Ihre Zahl wird rund 300 geschätzt. Ihre Besonderheit: Sie sind die einzig magischen, gutartigen Lebewesen auf Ulldart, ihre Magie vermag meistens die schlimmsten Wunden, Krankheiten und Gebrechen zu heilen. Leider können sie nicht überall sein, andere wollen nicht überall sein. Manche fühlen sich berufen, unentgeltlich zu heilen, andere verlangen Unsummen oder arbeiten ausschließlich für reiche Menschen. Besonders mächtige Cerêler, so sagt sich das einfache Volk, vermögen sogar Tote wieder zum Leben zu erwecken. Sie beherrschen Ulldart und viele Dialekte, Cerêlisch, Zeichensprache und Gelehrtensprache. Sie verehren Ulldrael und ihre Patronin Kalisstra.