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95- 120 |
Die Zeit des Wiederaufbaus
Eine der längsten Zeiten auf Ulldart ohne Kriege. Die Königreiche lecken
sich ihre Wunden, die Unbeteiligten sichern ihre Grenzen, das Straßennetz
wird ausgebaut, Recht und Ordnung werden wieder etabliert. Umherziehende
Marodeure und versprengte Truppenteile, die im Landesinneren immer noch
plündernd die Gegend unsicher machen, werden ebenso ausradiert wie Wegelagerer
oder sogenannte Freischärler.
Rogogard kämpft am Schwersten, da es kaum Ressourcen hat,
die Wirtschaft auf die Beine zu stellen oder zu stabilisieren. Diesen
Umstand nutzen palestanische Händler, um sich im Norden zu etablieren,
Kontore zu errichten, Handelsverträge mit einzelnen Städten und Produzenten
abzuschließen.
Borasgotan beginnt, die immensen Bodenschätze im eisigen
Norden des Landes unter großen menschlichen Verlusten zu erschließen und
abzubauen, in Tersion werden ebenfalls die ersten spektakulären Funde
gemacht. Tūris entdeckt fast zeitgleich die Iurdumvorkommen auf den Inseln
vor seiner Küste, Agarsien tritt verstärkt an der Ostküste mit Hustraban
und Borasgotan in den Handel.
Die Ontarianer machen sich im Landfernverkehr unentbehrlich,
gründen Handelsniederlassungen und Fuhrunternehmen, die den Warentransport
über die Landwege quer durch alle Reiche übernehmen. Zwar gibt es Bestrebungen,
dass die Ontarianer die Fluss-Schifffahrt ebenfalls für sich haben wollen,
doch der Widerstand der Flussschiffer und der Adligen ist zu groß.
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121-130 |
Der Angriff der
Sumpfmonster
Wie auf einen geheimen Befehl Tzulans, erheben sich alle Moor- und Sumpfkreaturen
Ulldarts, verlassen ihre Heimat und ziehen über den Kontinent. Plünderungen,
Überfälle auf Reisende, Dörfer, Städte und Bauerngehöfte sind an der Tagesordnung.
Es braucht neun Jahre und ein massives Aufgebot an Soldaten, bis auch
die letzten Monster unter Kontrolle oder erschlagen sind.
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Die große Pest
Krankheiten und rätselhafte Leiden verbreiten sich über Ulldart, vermutlich
ausgelöst durch die Sumpfmonster, die die Krankheiten überall hin verstreut
und ausgebreitet hatten. Ein wenig verschont bleiben lediglich Rundopāl,
Rogogard, Tersion, Kensustria und Ilfaris, da sie keine Sümpfe mehr in
ihren Reichen haben. Insgesamt sterben zwei Drittel der Ulldarter. Die
Bewohnerzahl sinkt auf knappe drei Millionen, bevor die Cerźler die Krankheiten
und Seuchen eindämmen können.
Unheilbar Kranke werden in sogenannte "Totendörfer" gebracht, wo sie
bis zu ihrem langsamen Tod noch langsamer vor sich hin siechen. Diese
"Totendörfer" finden sich immer wieder, hauptsächlich in der Nähe von
Sümpfen und Mooren und abgeschiedenen Orten. Bis heute leben dort Menschen,
die entweder ihre Krankheit überlebt und mit anderen Betroffenen Kinder
gezeugt haben oder die nach wie vor von ihren Dorfgenossen beim kleinsten
Anzeichen einer scheinbar unheilbaren Krankheit in die "Totendörfer" verfrachtet
werden- wo sie sich spätestens dann eine unheilbare Krankheit zuziehen.
Braggand, ein K'Tar Tur, etabliert während der Großen Pest
in Hustraban eine Schreckensherrschaft, die dazu führt, dass die Kinder
Sinureds in den anderen Reichen mit noch größerem Hass verfolgt werden.
Braggand tötet die damalige Königsfamilie, kauft sich mit dem Königsschatz
"Gefolgsleute", in erster Linie Hasardeure, Abenteurer und Söldner, mit
denen er das Land beherrscht. Die Armee ist wegen der Pest so stark dezimiert,
dass die wenigen Kämpfer schnell getötet werden oder aufgeben.
Als Braggand beginnt, sich ganz wie sein Vorfahr auszubreiten
und die pestgeschwächten Reiche nicht in der Lage sind, effektive Gegenwehr
zu leisten, schlägt Kensustria zu. Spekulationen über die Kampfkraft der
Fremden hatte es schon immer gegeben. Jetzt wird sie allen demonstriert.
Mit nur 4000 Landsoldaten und 100 Schiffen wird die Braggandische Ära
mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Zum ersten Mal sehen die Völker Ulldarts
die vernichtende kensustrianische Kriegsmaschinerie in Aktion, Kriegsgerät
und Waffen von nie gesehenen Ausmaßen und gesehener Gestaltung werden
mit jeder Übermacht fertig. Als besonders verheerend erweisen sich die
Wurfgeräte, die brennende Kugeln schleudern und eine Flotte in weniger
als einer Stunde auf den Meeresgrund schicken können. Nachdem Braggand
besiegt, er und seine komplette Familie getötet sind, stellt Kensustria
Ilfaris unter seinen Schutz.
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Die Glückliche Zeit
Nach der Großen Pest ist in allen Königreichen genügend Platz, um sich
richtig entwickeln zu können, kein Landmangel zwingt die Länder zu aggressiven
Aktionen. Der Handel ist wichtiger als je zuvor.
Die Reiche Aldoreel, Hustraban und Serusien schließen sich zu einem Kaiserreich
zusammen, der fruchtbarste Teil Ulldarts wird vom sogenannten "Grünen
Kaiser" Wartoc mit sehr glücklicher Hand regiert.
Tersion entdeckt immer mehr Bodenschätze, während Agarsien
und Palestan eine stillschweigende Aufteilung des Seehandels vornehmen,
um die Serien der blutigen Konfrontationen zu unterbinden.
Minenarbeiter und Holzfäller erheben sich unter der Führung
von Baron Sengac gegen die Führung Hustrabans und sagen sich vom "Grünen
Kaiserreich" los. Der Baron schließt sich freiwillig Tarpol an und handelt
ein Militärbündnis mit dem Reich aus.
Tarpol und Rundopāl schließen sich ebenfalls zu einem Kaiserreich
zusammen. Tūris und Rogogard handeln etliche Verträge aus, sowohl handelspolitisch
als auch militärisch.
Die Ordensburg der "Schwarzen Sichel", einer Mörderbande,
wird wegen der Gefährlichkeit der Gruppierung angegriffen und vernichtet.
Der Orden gilt als aufgelöst und verboten.
Von allen Verhandlungen
abgeschlagen ist lediglich Borasgotan, das sich spätestens dann in seiner
Existenz gefährdet sieht, als die großen Kaiserreiche ein Militärbündnis
abschließen.
Aus Angst verbündet sich
Borasgotan mit Tūris und Rogogard, um wenigstens eine einigermaßen schlagkräftige
Flotte als Abschreckung auf seiner Seite zu haben. Kensustria lehnt das
angebotene Bündnis ab.
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Hustraban fordert mit Nachdruck die Rückkehr der Baronie Kostromo, erhebt weiterhin Anspruch auf die Iurdumvorkommen. Nachdem Tarpol eine Rückgliederung ablehnt, erreicht Hustraban, dass das "Grüne Kaiserreich" Tarpol und all seinen Verbündeten den Krieg erklärt. |