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Die Zeit des Wiederaufbaus

Eine der längsten Zeiten auf Ulldart ohne Kriege. Die Königreiche lecken sich ihre Wunden, die Unbeteiligten sichern ihre Grenzen, das Straßennetz wird ausgebaut, Recht und Ordnung werden wieder etabliert. Umherziehende Marodeure und versprengte Truppenteile, die im Landesinneren immer noch plündernd die Gegend unsicher machen, werden ebenso ausradiert wie Wegelagerer oder sogenannte Freischärler.

Rogogard kämpft am Schwersten, da es kaum Ressourcen hat, die Wirtschaft auf die Beine zu stellen oder zu stabilisieren. Diesen Umstand nutzen palestanische Händler, um sich im Norden zu etablieren, Kontore zu errichten, Handelsverträge mit einzelnen Städten und Produzenten abzuschließen.

Borasgotan beginnt, die immensen Bodenschätze im eisigen Norden des Landes unter großen menschlichen Verlusten zu erschließen und abzubauen, in Tersion werden ebenfalls die ersten spektakulären Funde gemacht. Tūris entdeckt fast zeitgleich die Iurdumvorkommen auf den Inseln vor seiner Küste, Agarsien tritt verstärkt an der Ostküste mit Hustraban und Borasgotan in den Handel.

Die Ontarianer machen sich im Landfernverkehr unentbehrlich, gründen Handelsniederlassungen und Fuhrunternehmen, die den Warentransport über die Landwege quer durch alle Reiche übernehmen. Zwar gibt es Bestrebungen, dass die Ontarianer die Fluss-Schifffahrt ebenfalls für sich haben wollen, doch der Widerstand der Flussschiffer und der Adligen ist zu groß.

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Der Angriff der Sumpfmonster

Wie auf einen geheimen Befehl Tzulans, erheben sich alle Moor- und Sumpfkreaturen Ulldarts, verlassen ihre Heimat und ziehen über den Kontinent. Plünderungen, Überfälle auf Reisende, Dörfer, Städte und Bauerngehöfte sind an der Tagesordnung. Es braucht neun Jahre und ein massives Aufgebot an Soldaten, bis auch die letzten Monster unter Kontrolle oder erschlagen sind.

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Die große Pest

Krankheiten und rätselhafte Leiden verbreiten sich über Ulldart, vermutlich ausgelöst durch die Sumpfmonster, die die Krankheiten überall hin verstreut und ausgebreitet hatten. Ein wenig verschont bleiben lediglich Rundopāl, Rogogard, Tersion, Kensustria und Ilfaris, da sie keine Sümpfe mehr in ihren Reichen haben. Insgesamt sterben zwei Drittel der Ulldarter. Die Bewohnerzahl sinkt auf knappe drei Millionen, bevor die Cerźler die Krankheiten und Seuchen eindämmen können.

Unheilbar Kranke werden in sogenannte "Totendörfer" gebracht, wo sie bis zu ihrem langsamen Tod noch langsamer vor sich hin siechen. Diese "Totendörfer" finden sich immer wieder, hauptsächlich in der Nähe von Sümpfen und Mooren und abgeschiedenen Orten. Bis heute leben dort Menschen, die entweder ihre Krankheit überlebt und mit anderen Betroffenen Kinder gezeugt haben oder die nach wie vor von ihren Dorfgenossen beim kleinsten Anzeichen einer scheinbar unheilbaren Krankheit in die "Totendörfer" verfrachtet werden- wo sie sich spätestens dann eine unheilbare Krankheit zuziehen.

Braggand, ein K'Tar Tur, etabliert während der Großen Pest in Hustraban eine Schreckensherrschaft, die dazu führt, dass die Kinder Sinureds in den anderen Reichen mit noch größerem Hass verfolgt werden. Braggand tötet die damalige Königsfamilie, kauft sich mit dem Königsschatz "Gefolgsleute", in erster Linie Hasardeure, Abenteurer und Söldner, mit denen er das Land beherrscht. Die Armee ist wegen der Pest so stark dezimiert, dass die wenigen Kämpfer schnell getötet werden oder aufgeben.

Als Braggand beginnt, sich ganz wie sein Vorfahr auszubreiten und die pestgeschwächten Reiche nicht in der Lage sind, effektive Gegenwehr zu leisten, schlägt Kensustria zu. Spekulationen über die Kampfkraft der Fremden hatte es schon immer gegeben. Jetzt wird sie allen demonstriert. Mit nur 4000 Landsoldaten und 100 Schiffen wird die Braggandische Ära mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Zum ersten Mal sehen die Völker Ulldarts die vernichtende kensustrianische Kriegsmaschinerie in Aktion, Kriegsgerät und Waffen von nie gesehenen Ausmaßen und gesehener Gestaltung werden mit jeder Übermacht fertig. Als besonders verheerend erweisen sich die Wurfgeräte, die brennende Kugeln schleudern und eine Flotte in weniger als einer Stunde auf den Meeresgrund schicken können. Nachdem Braggand besiegt, er und seine komplette Familie getötet sind, stellt Kensustria Ilfaris unter seinen Schutz.

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Die Glückliche Zeit

Nach der Großen Pest ist in allen Königreichen genügend Platz, um sich richtig entwickeln zu können, kein Landmangel zwingt die Länder zu aggressiven Aktionen. Der Handel ist wichtiger als je zuvor.

Die Reiche Aldoreel, Hustraban und Serusien schließen sich zu einem Kaiserreich zusammen, der fruchtbarste Teil Ulldarts wird vom sogenannten "Grünen Kaiser" Wartoc mit sehr glücklicher Hand regiert.

Tersion entdeckt immer mehr Bodenschätze, während Agarsien und Palestan eine stillschweigende Aufteilung des Seehandels vornehmen, um die Serien der blutigen Konfrontationen zu unterbinden.

Minenarbeiter und Holzfäller erheben sich unter der Führung von Baron Sengac gegen die Führung Hustrabans und sagen sich vom "Grünen Kaiserreich" los. Der Baron schließt sich freiwillig Tarpol an und handelt ein Militärbündnis mit dem Reich aus.

Tarpol und Rundopāl schließen sich ebenfalls zu einem Kaiserreich zusammen. Tūris und Rogogard handeln etliche Verträge aus, sowohl handelspolitisch als auch militärisch.

Die Ordensburg der "Schwarzen Sichel", einer Mörderbande, wird wegen der Gefährlichkeit der Gruppierung angegriffen und vernichtet. Der Orden gilt als aufgelöst und verboten.

Von allen Verhandlungen abgeschlagen ist lediglich Borasgotan, das sich spätestens dann in seiner Existenz gefährdet sieht, als die großen Kaiserreiche ein Militärbündnis abschließen.

Aus Angst verbündet sich Borasgotan mit Tūris und Rogogard, um wenigstens eine einigermaßen schlagkräftige Flotte als Abschreckung auf seiner Seite zu haben. Kensustria lehnt das angebotene Bündnis ab.

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Hustraban fordert mit Nachdruck die Rückkehr der Baronie Kostromo, erhebt weiterhin Anspruch auf die Iurdumvorkommen. Nachdem Tarpol eine Rückgliederung ablehnt, erreicht Hustraban, dass das "Grüne Kaiserreich" Tarpol und all seinen Verbündeten den Krieg erklärt.