Hier sind ein paar Meinungen aus dem Rezensions-Orbit zusammengetragen.
Inzwischen kamen noch einige neue Stimmen dazu , die Quellenangabe steht jeweils dabei und verhindert, dass Verlage oder die Schreiber beziehungsweise Schreiberinnen böse auf mich sein könnten. Ist doch kostenlose Werbung für die Rezensierenden. ;o)
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"Saarbrücker Zeitung" vom 25. Mai 2003
Eine fantastische Welt öffnete sich
Schüler des Peter-Wust-Gymnasiums lauschten in der Maria-Croon-Stube
gespannt der Lesung der Autors Markus Heitz
Homburg/Merzig (wr). Mucksmäuschen still sitzen die 15-Jährigen der
Klasse 9dm des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig in der Maria-Croon-Stube der Stadtbibliothek
und hängen gespannt an den Lippen des Autors Markus Heitz. Ab und zu blickt
der junge Mann, er ist Jahrgang 1971, prüfend über seine Brillengläser
hinweg und erfasst sofort mit seinem untrüglichen Gespür für
Dialog mit seiner Zuhörerrunde, wann es an der Zeit ist, weitere Erläuterungen
zum Text zu geben. Er liest aus einem seiner sechs Fantasy-Romane, die in der
ganz eigenen Welt von "Ulldart" spielen.
Beim Heyne Verlag sind sie erschienen, haben Markus Heitz zum Senkrechtstarter
in diesem Literaturgenre gemacht und ihm viel Lob eingebracht. Nicht zu übersehen
ist, dass Klassenlehrerin Elisabeth Lux mit der Verlegung der Deutschstunde
in die Stadtbibliothek bei ihren Schülern ins Schwarze traf. "Nicht
vergessen, diese Lesung führen wir als Termin im Lesefrühling zusammen
mit dem Friedrich-Bödicker-Kreis durch", so Jörg Sämann,
Leiter der Stadtbibliothek Merzig.
Mit 14 Jahren schrieb Markus Heitz bereits Kurzgeschichten, begann nach dem Abitur mit dem Studium der Literaturwissenschaft und der Mittelalterlichen und Neueren Geschichte an der Universität des Saarlandes und lebt heute als Schriftsteller und Journalist in Homburg. Die Bände über "Ulldart" heißen "Schatten über Ulldart", "Der Orden der Schwerter", "Das Zeichen des dunklen Gottes" und "Unter den Augen Tzulans". Es steht jetzt schon fest, dass der junge Autor noch historische Romane und einen Krimi vorlegen wird.
Mit der Welt von "Ulldart" hat Heitz eine fantastische Welt geschaffen, die in einen Palast mit einem selbstbewussten Herrscher entführt, in eine Welt, in der einem gute Geister zur Seite stehen, in der immer wieder neue Charaktere auftauchen, sich neue Gruppen vorstellen, kurz gesagt, sich eine fantastische Welt öffnet.
"Ich habe meine eigenen Monster aufgebaut, die einen eigenen Staat gründen",
sagt Heitz über diese neue fantastische Welt, die er entworfen hat. Immer
wieder enthüllt er intelligente Möglichkeiten, das Leben zu meistern,
oder ganz handfest, wie eine mittelalterliche Stadtbefestigung zu knacken ist.
Vielleicht liegt in dieser Mischung von Fantasie und praktischem Vorgehen das
Geheimnis seines Erfolges.
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www.x-zine.de, Bd.4 (vollständige Rezi zu Bd. 3 und 4 dort)
(...)"Sehr schwer fiel diesmal die
Entscheidung, ob das Buch unter "gut" oder "hervorragend"
einzuordnen wäre, legt man es doch erst nach vollendeter Lektüre freiwillig
aus der Hand.
Wem die ersten drei Bände der Dunklen Zeit zusagten, der wird wohl auch
mit diesem vierten Band vollauf zufrieden sein, dramaturgisch wie auch sprachlich.
Sollte der fünfte Band ein Finale bieten, wie es die bisher vorliegenden
Bücher versprechen, hat die Serie mit Recht das Potential, ein Vorzeigewerk
deutscher Fantasy Literatur zu werden."(...)
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www.sf-radio.de
Meine Meinung
Wer den bereits bekannten Plott, "Unfähiger, fauler Sohn wird zum
jungen Helden" nicht grundsätzlich ablehnt, ist hier genau richtig.
Die Geschichte ist locker und gut erzählt, man kann sie frei herunterlesen,
ohne sich an Kanten und Ecken zu stoßen. Deutlich spürt man die Liebe
des Autors zum Rollenspiel, denn dem erfahrenen Rollenspieler kommt die Art
und Weise der Erzählung "seltsam" vertraut vor. Ganz so wie sich
ein Rollenspielabenteuer eben aufbaut.
Was dieses Abenteuer aber von anderen unterscheidet, ist das Gefühl, welches
man beim Lesen ständig hat, das die Geschichte fast in unserer Welt stattfindet.
Und zwar im untergegangenen Russischen Reich. Orts-, Personennamen und Titel
erinnern ständig an russische Bezeichnungen.
Alles in Allem macht es Spaß die Abenteuer der handelnden Personen zu
verfolgen.
Meine Wertung
Ich vergebe 7 von 10 Punkten. Ralf "Searge" Pappers
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www.literaturschock.de
1. Band
Solch einen Anti-Helden wie den "Keksprinzen" gibt es selten: Der 15jährige Thronfolger hat ein Pfannkuchengesicht, ist dick, tolpatschig, unbeholfen, nicht gerade der Hellste, weinerlich und wehleidig. Er spießt seinen Zeh schon mal selbst mit den eigenen Sporen auf oder greift aus Versehen mit der Hand in die Klinge des eigenen Schwertes. Als "Strafmaßnahme" schickt ihn sein Vater weit weg in eine nördliche Provinz des Landes. Trotz all' dieser Charaktereigenschaften bemerkt man als Leser doch schnell, daß der Prinz sein Herz am rechten Fleck und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hat. Auch die anderen Hauptcharaktere sind sehr interessant: Waljakov, der düstere Leibwächter und Stoiko, der intelligente Diener. Es überraschte mich ehrlich gesagt, daß ich die Personen so schnell lieb gewinnen konnte.
Schatten über Ulldart überzeugte mich bereits auf den ersten Seiten mit seiner Spannung und seinem Humor. Das Lesen machte einfach Spaß! Vergleicht man Markus Heitz mit Wolfgang Hohlbein, so tut man ersterem Unrecht. Meiner Meinung nach, gehört der deutsche Autor eher in die Reihe von Dave Duncan, Barbara Hambly und Angus Wells.
Ich frage mich, wo sich diese tollen deutschen Autoren, die in der letzten Zeit vermehrt veröffentlicht werden, so lange versteckt hielten. Es bleibt nun also nur noch zu hoffen, daß sich Autor und Verlag mit den Fortsetzungen beeilen.--- Susanne K., 2002-06-18
Note: 1,5
2. Band
Die Spannung steigt: Krieg bricht aus im Lande Ulldraels und Lodrik ist von Verrätern umgeben. Der junge König sieht sich einem riesigen Heer von Feinden gegenüber, und um das Königreich Tarpol zu retten, sucht er Hilfe bei dunklen Mächten. Es scheint so, als ob Lodrik mit dieser Tat die gefürchtete Dunkle Zeit heraufbeschwört.
Leider endet das Buch sehr offen und man wartet sehnsüchtig auf den folgenden Teil, der erst im August erscheinen wird. Markus Heitz führt in diesem zweiten Band neue Charaktere ein - manche sind sehr sympathisch (wie der Pralinen essende König Perdór und sein Narr Fiorell), von anderen weiß man genau, daß sie bis in ihr innerstes bösartig sind, und die dritte Kategorie kann man überhaupt nicht einschätzen (auf welcher Seite steht die grünhaarige Kensustrianerin Belkala?). Auch dieses Buch ist spannend und witzig geschrieben: Insgesamt also eine sehr gelungene Fortsetzung von "Schatten über Ulldart" und ich bin gespannt, ob Markus Heitz dieses Niveau halten kann, bzw. noch weiter steigern wird.--- Susanne K., 2002-06-30
Note: 1,5
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www.alien-contact.de
Lodrik ist ein fetter, pubertierender Jugendlicher. Nicht weiter ungewöhnlich
oder schlimm, wenn er nicht ausgerechnet der Prinz und somit Thronfolger des
Reiches Tarpol wäre. Zudem lastet eine Prophezeiung auf ihm: Mit seinem
Tod wird die dunkle Zeit wieder über den Kontinent Ulldart hereinbrechen.
Kurzerhand wird der peinliche Prinz von seinem Vater inkognito in die Provinz
Granburg gesteckt, wo er sich als neuer Statthalter die Hörner abstoßen
soll und außerdem vor etwaigen Mordanschlägen geschützt ist.
Ihm zur Seite stehen der geheimnisvolle Leibwächter Waljakov und der listige
Erzieher Stoiko. Doch die Gegenseite hat Wind vom Versteck Lodriks bekommen,
und ein Attentäter ist schon unterwegs.
Nach Harald Evers' Höhlenwelt-Saga betritt erneut ein frischer und unverbrauchter
deutscher Autor die Fantasy-Bühne, und er macht seine Sache sehr, sehr
gut. Sicher - es holpern noch ein bis zwei Dialoge, und auch Markus Heitz erfindet
das Rad (der Zeit) nicht neu. Aber unterm Strich stimmt die Mischung: zwei Prisen
Spannung, ein Schuß Humor und zwei Messerspitzen Andeutungen - schon ist
man drin und kommt nicht wieder los.
Ein Sechsteiler soll seine Geschichte um Lodrik und die dunkle Zeit werden.
Wenn Heitz sein Niveau hält, ist ihm ein fester Platz im Fantasy-Regal
neben David Eddings und Maggie Furey sicher.-----Peter Sowade
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www.sciencefiction.de
Der junge Prinz Lodrik ist ein dicker, verwöhnter und völlig unfähiger
Thronerbe. Gleichzeitig gibt es eine Prophezeiung, die die Rückkehr der
dunklen Zeiten ankündigt, wenn er stirbt. Es muß also bald was passieren,
den in seinem jetzigem Zustand wäre Prinz Lodric auf dem Thron nicht überlebensfähig.
Als letzte Hoffnung schickt sein Vater, der König von Tarpol, ihn unter
falschem Namen in die entlegene Provinz Granburg. Hier soll er als Gouverneur
sich auf seine Rolle als Thronerbe vorbereiten, und gleichzeitig vor den Attentätern
in Sicherheit gebracht werden. Erstaunlich schnell entwickelt er in der Provinz
auf sich allein gestellt neue Fertigkeiten. Er lernt Reiten, Fechten, wird zum
schlauen Politiker, sein Volk liebt ihn und er nimmt 20 Kilo ab.
Für meinen Geschmack geht die Verwandlung ein wenig schnell, da sich sein
Charakter so völlig verändert, aber sonst würde er die Intrigen
des abgesetzten Gouverneurs wohl auch nicht überleben. Bis hierhin ist
das Buch ein gewöhnliche "Junge übernimmt schwere Aufgabe und
erfüllt sie großartig Geschichte"
Richtig interessant wird der Roman erst, als herauskommt, daß die Prophezeiung
über den Tod des Prinzen auch anders gedeutet werden kann: Der Prinz muß
sterben, damit die dunklen Zeiten abgewendet werden können. Die Hohepriester
des Lichtgottes Ulldrael schicken dem Prinzen bedenkenlos Assasine hinterher,
und der Leser ist ständig am Zweifeln. Einerseits ist Prinz Lodric ein
rechtschaffener, guter Mann, der versucht das Beste für die arme Bevölkerung
zu tun, andererseits gibt es immer wieder Ereignisse, die ihn mit dem dunklen
Gott in Zusammenhang bringen. Man weiß einfach nicht welche Deutung der
Prophezeiung die Richtige ist. Ist der Prinz gut oder böse? Kommen die
dunklen Zeiten, oder nicht?
Da dieses Rätsel bis zum Ende des Buches nicht gelöst wird, bin ich
schon sehr gespannt auf den nächsten Teil des Zykluses.---Jörg
Kupka
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www.helden.de
Auf dem Kontinent Ulldart herrscht vorwiegend die Religion des Gottes Ulldrael,
der einst in einer großen Schlacht seinen Widersacher Tzulan und dessen
ersten Befehlshaber Sinured besiegte. Seitdem herrscht Frieden auf Ulldart (zumindest
im großen und ganzen), doch der Glaube sagt, das sobald das Jahr eine
Schnapszahl ist, das Böse zurückkehren wird. Die Zeit vergeht, bis
schließlich im Jahre 436 nach Sinureds Fall ein Mönch Ulldraels zum
Visionär wird. Es ist ein grausiges Schauspiel, denn dem Mönch läuft
nicht nur Speichel aus dem Mund und er blickt in die Leere, sondern aus allen
seinen Körperöffnungen quillt Blut und er kann nur unter Husten und
Würgen die Prophezeiung hervor bringen, diese da lautet: "Der Tadc...töten...Dunkle
Zeit...Tadc...Gefahr...jemand...töten" Danach stirbt der Mönch
und der einzige Zeuge benachrichtigt sofort den Kabcar (der König des Landes),
dass sein Sohn, der Tadc, beschützt werden muß, damit die Dunkle
Zeit nicht zurückkehren kann. Dieser Sohn namens Lodrik ist jedoch ein
verwöhnter, dicker Faulenzer, der den ganzen Tag nichts anderes im Kopf
hat als die nächste Mahlzeit und so gar nicht für die Königswürde
geeignet ist. Nachdem diverse Erziehungsversuche gescheitert sind, beschließt
der Kabcar schließlich, den Tadc unter falschem Namen in eine abgelegene
Provinz zu schicken, wo er als Gouverneur fungieren soll, um endlich zum Mann
heranzureifen. Anfangs überfordert mit seiner neuen Aufgabe, findet sich
Lodrik mit Hilfe einiger Vertraute und Freunde bald in seine neue Rolle. Alles
scheint gut, bis die Kirche die Prophezeiung neu auslegt und einen Attentäter
auf den Tadc ansetzt, denn es kann ja sein, das die dunkle Zeit wieder kehren
wird, wenn der Tadc nicht getötet wird...
Das Königreich Tarpol, in dem die Handlung spielt, lässt sich mit
dem irdischen Russland im 17./18. Jahrhundert vergleichen. Zwar gibt es auch
einige Fabelwesen dort, die aber nicht allzu oft anzutreffen sind. Die einzige
Magie, die es noch gibt wird nur noch von Heilern beherrscht, die sich dafür
mit einer verkrüppelten Gestalt abfinden müssen.
Die Charaktere werden sehr lebendig beschrieben und die verschiedenen Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen, läßt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Markus Heitz, der sein Debüt mit diesem Werk gibt, verwendet zwar in seinem Buch einige oft gebrauchte Motive, wie z.B. die Prophezeiung, doch das Interessante ist, das sie sich nicht eindeutig auslegen läßt, so der das der Leser nicht weiß, wer jetzt eigentlich "der Böse" ist. Auch das Klischee vom fetten, faulen Jüngling, der sich zum stattlichen Mann macht, wird sehr interessant und realistisch geschildert. Man fiebert richtig mit bei der Entwicklung Lodriks mit und wird auch selbst im Unklaren gelassen, wem der junge Prinz jetzt nun wirklich trauen kann und wem nicht.
Fazit:
Ein spannendes Buch, das ich allen, die mal etwas anderes als die klassische
Fantasywelt voller Feen und Zwerge erleben wollen, empfehlen kann. Ich zumindest
habe mir direkt den zweiten Band gekauft...---Natascha
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www.phantastik.de
(...)
Der deutsche Fantasy-Autor Markus Heitz bietet eine neue Welt an. Er entführt
die Leserschaft in eine geheimnisvolle Welt mit zwei Sonnen und vier Monden.
Allein schon durch die äußere Beschreibung der Welt macht er sie
sehr geheimnisvoll. Hinzu kommen seltsame Wesen und dunkle Prophezeiungen. Am
Ende des ersten Bandes dieser Reihe ist nicht ganz klar, ob Prinz Lodrik der
Retter oder der Zerstörer der Welt sein wird. Markus Heitz lässt eigentlich
alle seine Handlungsstränge offen. Er macht neugierig auf den nächsten
Band. Als Autor versteht er es meisterhaft, den Leser zu fesseln und in eine
unbekannte Welt zu entführen. Dabei schafft er es diese spannend zu erzählen,
dass man sie gar nicht mehr verlassen möchte.--- Erik Schreiber
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Wegen der Vollständigkeit noch einmal die Begründung des Lektors, warum er die "Dunkle Zeit" beim Heyne- Verlag empfahl, vollständig nur nachlesbar in der NAUTILUS
Tragödie und Komödie - Der Narr und sein König
(...) Was der aus dem Saarland stammende Nachwuchsautor Markus Heitz in seinem
Sechsteiler vorstellt, macht Spaß. Eine rasante, quirlige Fantasy-Serie,
die verhalten startet und sich Schritt für Schritt und mit einem überbordenden
Einfallsreichtum in ein Breitwandepos von Jordan'schen Dimensionen verwandelt,
dabei aber die Kurve kriegt und im sechsten Band letztlich alles, was auszufasern
drohte, zusammenführt. Immer mehr Stränge stoßen dazu, und mit
dem unerfahrenen neuen Herrscher Lodrik wird der Leser ab Band zwei in die verwirrende
Welt der großen Politik und der dämonischen Bedrohung geworfen, nachdem
es im ersten Band hauptsächlich Andeutungen gab. Zur vollen Entfaltung
kommt sein Epos erst ab Band zwei und drei. Und ab Band vier (...)
(...) Bei Nachwuchs- oder Hobby-Autoren, die sich an solch aufwändig gearbeitete
Plots in nicht weniger aufwändigen Kulissen heranwagen, muss der Fantasy-Lektor
fast immer den Daumen senken. Nur ganz selten kommt es vor, dass ein Debütant
unter den Fantasy-Romanciers es schafft, die Versprechen einzulösen und
die Balance zwischen großem Konzept und feinen Details zu halten. Heitz
schafft es. Er füllt sein Universum mit Leben, und er unterhält sein
Publikum hervorragend. Es wimmelt nur so von Diskursen und Aktionen, von lebendigen
Haupt- und Nebenfiguren, grimmigen, edlen oder lächerlichen Völkern,
Seitenhieben, durchbrochenen Erwartungshaltungen und Brüchen im Gut-Böse-Schema.
Die Dunkle Zeit ist eine Serie, die lebt und atmet. Ein Gegengewicht zum kommerziellen
und kreativen Druck, den die marktdominierende angloamerikanische Fantasy ausstrahlt,
und ein echtes Hoffnungszzeichen für deutschsprachige Fantasy. Heitz findet
dabei das, was am wichtigsten ist: die eigene Stimme. Die Welt, die hier vor
dem Auge des Lesers erschaffen wird, ist eine kreative Eigenleistung, reichlich
handfest, frei von emotionalem Kitsch und alles niederwalzender Magie oder esoterischem
Mumpitz, stattdessen werden politische Strukturen und Prozesse sehr leibhaftig
diskutiert, so dass die Serie manchmal wie eine Polit-Satire wirkt. Selbst Intrigen
und Tod haben dabei manchmal etwas Komisches, ohne dass es deswegen zynisch
würde.
Die Serie ist aufmerksam gebaut und gerät kaum ins "Labern".
Besonders gut gelingt die knackige Balance zwischen Tragödie und Komödie:
Es darf mindestens so oft losgeprustet werden wie mitgezittert.
Eine echte Alternative zu den populären Fantasy-Serien, die zielgenau fürs
Publikum geschrieben wurde und bei aller Farbenpracht stets ihre Story in die
richtigen erzählerischen Bahnen lenkt. ---
Ralf Reiter, Nautilus
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...und nun die kritischste Stimme in der Runde: www.ma1stnews.de/literaturzirkel
Band 1: Prinz Lodrik, Thronfolger des Reiches Tarpol, macht seinem Vater
wenig Freude. Damit das verwöhnte Bürschchen endlich erwachsen wird,
schickt ihn der König in die entlegene Provinz Granburg, wo er inkognito
die Stelle des neuen Statthalters einnehmen soll. So unfähig Lodrik wirkt
- alte Quellen prophezeien ihm, sein Schicksal sei untrennbar verknüpft
mit der Rückkehr böser Mächte. Doch wird er Retter oder Zerstörer
sein? Das Böse bannen oder in die Welt zurückholen? Schon bei seiner
Ankunft überstürzen sich die Ereignisse ...
Na, wer hätte das gedacht? Eigentlich habe ich mich nur über diesen
Roman hergemacht, den eine Freundin (übrigens aus dem gleichen Grund) gekauft
hatte, weil man einem deutschsprachigen Fantasy-Autoren einfach Beachtung schenken
muss - es gibt davon ja nicht allzu viele und nur sehr wenig wirklich gute.
Und obwohl ich beim ersten Kapitel drauf und dran war, ihr das Buch gleich an den Kopf zu werfen (warum werde ich Euch schon noch verraten), möchte ich es nun doch weiterempfehlen. Während der ersten Seiten habe ich wirklich gelitten - diese Schilderungen, diese Dialoge, der ganze Stil erinnerte mich in fataler Weise an einige Aufsätze meiner Schüler; gut gemeint aber übertrieben und immer ein klein bisschen daneben.
Dann hörte ich zufällig, wie meine Schwiegertochter meinem Enkel im schönsten Graubündner Dialekt aus diesem Buch vorlas - und plötzlich stimmte alles!
(...) Dass Markus Heitz unterhaltsam schreiben kann, zeigt sich im Verlauf der Geschichte. (...) "Schatten über Ulldart" ist ganz sicher literarisch kein großer Wurf; auch gibt es viele Elemente, die uns aus einer ganzen Reihe anderer Romane von namhaften Fantasy-Autoren bekannt sind. Doch Anleihen bei großen Vorbildern sind weder schändlich noch langweilig, wenn sie einer guten Geschichte auf eine eigenständige neue Art nacherzählt werden.
Markus Heitz findet im Verlauf der Geschichte seinen eigenen Rhythmus. Seine Figuren bilden langsam einen Charakter aus. Es entwickelt sich ein Sog, der den Leser mitnimmt und es gibt genügend Wendungen, Andeutungen und Fragen, um Interesse am weiteren Fortgang zu wecken. Darin liegt sowohl die Stärke als auch die Schwäche des Romans. Einerseits erzeugen weder die Erzählweise noch die Elemente der Geschichte große Faszination, andererseits hinterlässt das (offene) Ende dieses ersten Bandes einen Stachel der Neugier.
Da weder Gewalt noch Sex eine übermäßige Rolle spielen, halte
ich diesen Roman besonders für eine recht junge Leserschaft für geeignet,
die sich auch nicht daran stören wird, dass es sich bei "Schatten
über Ulldart" um eine durchaus konventionelle Geschichte handelt.
Man kann man also sagen, dass es sich lohnt, sie zu lesen und auch den Zyklus
"Die dunkle Zeit" weiter zu verfolgen. Ich glaube, dass man für
eine gerechte Beurteilung dieses Werks erst noch den zweiten Band wird lesen
müssen. --V.M.M. (2/2002)
Band 2: Es lässt sich schon am Umschlagtext erkennen, dass Markus
Heitz auch bei diesem zweiten Band seiner Saga stilistisch immer noch ein bisschen
daneben liegt. Allerdings hat er sich erzählerisch deutlich gesteigert
und das lässt hoffen, dass im Folgeband weitere Schwächen ausgemerzt
werden.
Die Geschichte jedenfalls ist spannend erzählt und die Charaktere seiner Figuren gewinnen kontinuierlich an Tiefe. Es lohnt sich also, hier weiterzulesen. --M.A. (03/2002)
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kurz und knackig:
www.scriptoria.de
Nach der "Hoehlenwelt"-Saga von Harald Ewers ist "Die dunkle
Zeit" die zweite deutschsprachige Fantasy-Serie mit durchschlagendem Erfolgspotenzial.
Band 2 ist ebenfalls bereits erschienen
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AMAZON
Was zu Anfang als relativ unbeschwerte Geschichte der Entwicklung eines Jünglings zum Mann daherkommt, gewinnt im Verlauf des Buches immer mehr Dimensionen hinzu. Man erfährt viel über die Geschichte Ulldarts, über soziale Probleme in Tarpol und über mögliche Konflikte mit anderen Ländern. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, die Orte sind lebendig beschrieben, Nebenstränge der Handlung sind niemals zu ausführlich und führen schnell zur zentralen Handlung zurück. (...) Denn dieses Buch hat eine besondere Qualität: Man möchte die Seiten fast schneller umblättern, als man sie lesen kann. Es gibt keinen Augenblick der Langeweile, und was kann man Netteres über ein Buch sagen? Die Fortsetzung wird mit Spannung erwartet. --Ute Wimhöfer, Amazon-Redaktion
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Saarländischer Rundfunk, SR1
"Eine blutige Prophezeiung des verehrten Gottes Ulldrael hat die Völker
des Kontinents Ulldart gewarnt: Wenn sie nicht aufpassen, kehrt die Dunkle Zeit
wieder. Hundertausende werden in blutigen Schlachten gegen monströse Unterweltwesen
ihr Leben verlieren, Siechtum, Hunger und Verderbnis heimsuchen die Königreiche
Tarpol, Borasgotan, Turis, Aldoreel und wie sie alle heißen. Keksprinz
Lodrik ist die Schlüsselfigur im Drama der Götter und Menschenwesen...
in ihm selbst ist der Kampf zwischen Gut und Böse angelegt. Hat er, gerade
Kabcar, also König geworden, eben noch mit Wonne eine Hinrichtung selbst
vorgenommen - wobei der Blitz in ihn einschlug - so schmiegt er sich jetzt schon
wieder an seine Geliebte, die er aber nicht ehelichen kann, weil aus politischen
Gründen eine andere auf der Liste steht. Mittendrin sind wir im schönsten
Fantasy-Universum - kaum dass die ersten 50 Seiten von "Die dunkle Zeit"
gelesen sind. Geschickt werden uns mehr oder weniger menschliche Personen untergejubelt,
die Guten, die Bösen, die Zwischenwesen, die Götter und ihre Mythologie,
vieles bleibt offen, damit es die Spannung auch 6 Bände hält. Dennoch
ist die Psychologie nicht hölzern, je mehr wir über die Hauptakteure
erfahren, desto mehr wachsen sie uns ans Herz. Und, Grundregel für Spannung,
(fast) nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Außer der sehr
modernen, pfiffigen, intelligenten und wilden Geliebten des Kaisers haben fast
alle Handelnden ihre Untiefen, Brechungen und Geheimnisse. Hinter die wir natürlich
kommen wollen... weswegen wir weiter lesen. Großartige Landschaftsbeschreibungen
halten uns nicht auf, gerade das Nötigste wird geliefert, das aber sauber
und gekonnt formuliert, teilweise sogar mit Bravour geschrieben, nicht zuletzt
in den notwendigen Actionszenen. Knapp, knackig, einfach, aber nicht trivial
- der Stil des jungen Autors aus Homburg muss sich nicht in der Vordergrund
drängen, das würde in einem Fantasyroman nur stören. Nach den
ersten zwei Bänden seines 6bändigen Werkes ist klar, warum sich ein
auf Populäres eingeschworener Verlag wie Heyne auf die Veröffentlichung
eingelassen hat. Gutes Lesefutter ist das, wie es die Fantasygemeinde liebt,
entführt aus der Wirklichkeit, nervt nicht mit Plattitüden, führt
die Fantasie erfolgreich durch die Aufgabe, eine bisher unbekannte Welt zu schaffen,
ihre Mythologie, Geschichte und Personen zu entdecken, sich auf die Reise zu
begeben und dabei diese Welt auch noch vor der dunklen Bedrohung zu retten.
Markus Heitz, grade mal 30, könnte im Bereich der Fantasygeschichten eine
große Zukunft haben." Gerd Heger, SR1 (saarländischer Rundfunk)
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Wolke-Script, Textagentur
Vielleicht ist ja eines der größten Komplimente, die einem Buch
zu machen sind, dass man es nicht mehr aus der Hand gegeben und an einem oder
zwei Tagen zu Ende gelesen hat. Der Roman, den Markus Heitz hier vorlegt, hat
dieses Kompliment verdient.
Auch wenn einer nicht gerade ein eingefleischter Fantasy-Fan ist, wird er seinen
Spaß haben an diesem lebendigen Text. "Schatten über Ulldart"
ist nach der Verlagsmitteilung der erste Teil einer Tetralogie unter dem Titel
"Die Dunkle Zeit", deren weitere Bände in Vorbereitung sind.
Ulldart ist ein imaginärer Kontinent. Auf der Karte sieht er ein bisschen
aus wie Afrika, das aber ein wenig gequetscht auf der Seite liegt. Marokko,
Mauretanien, Senegal, Mali - das entspricht etwa der Lage des Königreichs
Tarpol, um das es hier hauptsächlich geht.
Ah! "Tarpol" ist ein Anagramm von "Portal", mal sehen, was
das bedeutet.
Wir haben es mit Unterhaltungsliteratur zu tun. Die Story ist nicht besonders
kompliziert - obwohl sie es auf ihre Weise dann doch noch wird. Ein leicht missratener
Thronfolger wird zwecks Herstellung seiner Regierungstauglichkeit inkognito
in die Provinz geschickt. Als junger Gouverneur macht er sich dort Feinde, was
zu blutigen Szenen führt, die aber eher zurückhaltend beschrieben
werden.
Lodrik, so heißt er (schade, kein Anagramm), lernt schnell, wird zum geübten
Kämpfer und durchschaut die Schwächen des väterlichen Regimes.
Reformgedanken, soziales Gewissen. Geheimnisvolle Fremde tauchen auf. Und dann
auch Frauen, eine besonders, die Lodrik zeigt, dass Gott Ulldrael viele schöne
Sachen erfunden hat, von denen der Prinz am Hof seines Vaters noch rein gar
nichts mitbekommen hatte
...Das alles ist in einer geschmeidigen Sprache geschrieben, die immer im positiven
Sinn schlicht bleibt, nie aufgesetzt wirkt. Anfängerfehler - es ist ja
ein Erstling - werden vermieden.
Die Szeneschilderungen sind so plastisch, dass man gleich Bilder vor sich sieht,
genau so wie auch die Gesichter der Akteure erscheinen, die auf so schöne
Namen wie Rudgass, Jukolenko und Belkala hören. Die Konstruktion der Handlung
ist zwar immer durchschaubar, verliert dadurch aber nicht ihren Reiz. Irgendwann
wird Lodrik zum Faust: In einer schwierigen Kampfphase geht er einen Bund mit
dem Teufel Tzulan ein, was ihm zwar zunächst das Leben bewahrt, aber auch
jede Menge Konfliktstoff mit sich bringt.
Davon wird man in den kommenden Bänden lesen, immerhin heißt der
letzte "Unter den Augen Tzulans". Wir ahnen, dass da noch Blut fließen
muss.
Jedenfalls fällt am Ende des ersten Romans der Vorhang, und alle Fragen
sind offen; denn Lodrik ...
Nein, das muss jeder selbst lesen, so ist das halt.
Markus Heitz ist Saarländer, lebt in Homburg und verdient sein Geld als
Tageszeitungsjournalist.
"Weitere Romane in Vorbereitung", schreibt der Verlag auf dem Vortitel.
Das klingt doch nun auch sehr offen - und Tarpol wäre das Portal zu einer
echten Schreiberkarriere. Wolfgang Kerkhoff, Wolke-Script
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